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Dez

Ist die Keimrate von Sojabohnensamen durch Vorquellen beeinflussbar?

Sojabohnen wurden Anfang des 20. Jahrhunderts in Tansania eingeführt und haben sich seitdem zu einem bedeutenden Agrargut entwickelt. Wegen ihrem hohen Eiweissgehalt werden sie nicht nur als Tiernahrung, sondern auch für die menschliche Ernährung genutzt. Schlechte Sojaernteerträge sind aber ein Problem für tansanische KleinbäuerInnen. Methoden, das Wachstum von Sojabohnen zu optimieren, sind also gefragt. Hier kommt Shabani Juma ins Spiel, ein mittlerweile graduierter SUA-Student in Agronomie, der seine Abschlussarbeit folgender Frage gewidmet hat: Welchen Effekt hat die Vorquelldauer von Sojabohnensamen auf deren Keimrate?

Diese Forschungsfrage wurde im von SAT organisierten Workshop für Partizipative Forschung (WPRD) hergeleitet, in dem SUA-Studenten und KleinbäuerInnen aus Morogoro aufeinandertreffen um Herausforderungen in der Landwirtschaft zu diskutieren und Lösungsansätze zu diskutieren. Die Keimung von Sojabohnensamen hängt unter anderen von klimatischen Faktoren, wie die Temperatur, ab. Juma nahm sich der Frage der Verfügbarkeit von Bodenfeuchtigkeit an, die eine Folge von den vorhergenannten klimatischen Faktoren ist.

Sein Experiment-Aufbau sah folgendermassen aus: Das erste Treatment war die Vorquelldauer von entweder 0, 6 oder 12 Stunden bei Raumtemperatur (25°C). Das zweite Treatment war die Wassermenge für die erste Bewässerung von entweder 200, 400 odre 600 ml. Das dritte und letzte Treatment war die Bewässerungsfreqeuenz mit ebenfalls drei Ausprägungen, die von jedem Tag bis zu jedem dritten Tag reichten. Dieser Versuchsaufbau hatte insgesamt 27 verschiedene Behandlungen zur Folge und wurde in 3 Replikationen ausgeführt. 42 Stunden nach der Aussaat der Samen wurde die Datenerhebung über die Keimrate gestartet. Als alle Samen aus der Erde hervorgetreten waren, wurde die Datenerhebung beendet.

Nach eingehender Untersuchung, konnte Juma folgende Konklusionen über den Effekt der Vorquelldauer auf die Keimrate von Sojabohnensamen machen: Die verschiedenen Vorquelldauern von 0, 6 oder 12 Stunden hatten einen signifikanten Effekt, während die Wassermenge und auch die Bewässerungsfrequenz keinen solchen Effekt aufwiesen. Die Samen, die nicht vorgequellt waren, verzeichneten sogar die höchste Keimrate, gefolgt von denen, die während 6 und dann denen, die während 12 Stunden vorgequellt wurden. Trotz der Tatsache, dass ungenügende Bodenfeuchtigkeit die Ernteerträge von Sojabohnen limitieren können, ist auch zu viel Wasser nicht fördernd: Eine zu hohe Bodenfeuchtigkeit bietet nämlich günstige Bedingungen für Pilzwachstum.

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