05
Sep

SWISSAID-BESUCH BEI SAT IN MOROGORO

Acht Länder, vier Kontinente und ein Ziel: Erfahren, was Agrarökologie drauf hat! Wie das möglich ist? Mit einer grossen Portion Neugierde und Wissensdurst sowie mit der Hilfe von vier Übersetzern. Vom 24. bis 28. Mai 2016 hatte SAT die Ehre, während dem Besuch von SWISSAID Delegierte aus der ganzen Welt in Morogoro willkommen zu heissen. Das Wissen und die Erfahrung, die SAT über die Jahre angesammelt hat, zu teilen und von anderen zu lernen, ist ein Privileg und das SAT-Team freut sich, die Highlights dieses Besuchs zu rekapitulieren und zu teilen.

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Divers waren neben den Herkunftsländern der Teilnehmer auch die Orte, die während der fünf Tage aufgesucht wurden. Jeder der Orte verfügt über seine eigenen Charakteristiken, die eine Anpassung der Landwirtschaftspraktiken nötig machen und durch Agrarökologie bestens angegangen werden können. Der Besuch startete in Vianzi, wo sich das Farmer Training Centre (FTC) von SAT befindet. Die landwirtschaftlichen Umstände in Vianzi umfassen ein semiarides Klima sowie unfruchtbare Böden, was die Bedingungen, Landwirtschaft zu betreiben, erheblich erschwert. SAT konnte sich aber diese Umstände zu Nutzen machen und auf der Tour durch das Center den Besuchenden die zahlreichen innovativen Technologien vor Augen führen. Dazu gehören neben einer biologischen Wasserfilterungsanlage auch ein Gewächshaus mit einer Tropfbewässerungsanlage. Bald wird auch eine Biogasanlage dazugehören. All diese Technologien tragen dazu bei, dass sich das Ausbildungszentrum auf bestem Weg zur Autarkie bezüglich Wasser und Energie befindet.
Nach dem Genuss von traditionell tansanischen Gerichten aus biologischen Produkten und einer Übernachtung in den FTC-Gästehäusern, führte der nächste Besuch direkt zu den KleinbäuerInnen im Flachland, wo relativ hohe Niederschlagsraten vorherrschen. Die dortige Bauerngruppe, die sämtliche Trainings mit SAT soeben abgeschlossen hatte und sich mitten im Übergang zur Implementation des Gelernten auf den eigenen Feldern befindet, konnte auf eindrückliche Weise demonstrieren, wie der Übergang von konventioneller zu agrarökologischer Produktion zu schaffen ist. Auch der Kleinbauer Ali Tondola wusste auf die vielen Fragen der Besuchenden bestens zu antworten und bewies, wie Agrarökologie auch im Kleinen betrieben werden kann.

SWISSAID-1Als Abschluss wurde die Gruppe besucht, die als erste von SAT ausgebildet wurde und den passenden Namen „Maendeleo“ (Fortschritt) trägt. In den Uluguru-Bergen an steilen Hängen betreibt diese seit Jahren biologische Landwirtschaft und konnte damit grosse Erfolge erzielen. Die angelegten Terassen, die der Wasserkonservierung dienen, und die Produktion von biologischen Flüssigdüngern wurden den Besuchenden von den Gruppenmitgliedern gezeigt. Die verschiedenen besuchten Orten repräsentieren im Kleinen, was auch die verschiedenen Herkunftsländer aller Teilnehmer des SWISSAID-Besuches im Grossen repräsentieren: Unterschiedliche klimatische Verhältnisse mit unterschiedlicher Bodenbeschaffenheit. Dazu kommen kulturell geprägte Praktiken und lokal erhältliche Materialien. Was sie aber alle vereint, und was sich durch die gemeinsamen Gespräche und Austäusche auch durch manifestierte, sind die Prinzipien der Agrarökologie: Biodiversität, geschlossene Nährstoffzyklen, Bodengesundheit sowie Wissen und Soziales. Diese zu bewahren, zu fördern
und weiterzuentwickeln steht im Mittelpunkt dieses Ansatzes und trägt schliesslich bedeutend zur Förderung der Ernährungssicherheit bei. Während dieser fünf Tage wurde intensiv diskutiert, viel Neues entdeckt und zusammen gelacht. Der SWISSAID-Besuch zeigte erneut auf, wie fruchtvoll Agrarökologie sein kann, vor allem dann, wenn sie durch Austausch gepflegt und weiterentwickelt wird.

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