{"id":6990,"date":"2015-12-04T08:04:40","date_gmt":"2015-12-04T07:04:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/?p=6990"},"modified":"2015-12-04T08:10:05","modified_gmt":"2015-12-04T07:10:05","slug":"natuerliche-medizin-medizinische-versorgung-in-einem-anderen-licht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nlo.at\/stage\/natuerliche-medizin-medizinische-versorgung-in-einem-anderen-licht\/","title":{"rendered":"Nat\u00fcrliche Medizin \u2013 Medizinische Versorgung in einem anderen Licht"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-6990\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-6990-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-6990-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-6990-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"textwidget\"><p><span class=\"\" style=\"display:block;clear:both;height: 0px;padding-top: 55px;border-top-width:0px;border-bottom-width:0px;\"><\/span><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-6990-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-6990-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-6990-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><h2 style=\"text-align: center;\">Nat\u00fcrliche Medizin - Medizinische Versorgung in einem anderen Licht<\/h2>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/IMG_2576.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6993  alignright\" src=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/IMG_2576.jpg\" alt=\"IMG_2576\" width=\"319\" height=\"239\" srcset=\"https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/IMG_2576.jpg 400w, https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/IMG_2576-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 319px) 100vw, 319px\" \/><\/a>\u201eMein Name ist Ramadhani Ngoma. Nebst meiner T\u00e4igkeit als Bauer helfe ich in meinem Dorf bei einem Aufforstungsprojekt mit. Dabei habe ich schon einige Baumarten kennen gelernt, von denen man sagt, sie h\u00e4tten einen medizinischen Nutzen\u201c, stellt sich der 30-j\u00e4hrige Bergbauer aus Choma vor. Er besucht den Kurs zu nat\u00fcrlicher Medizin, weil er sein Wissen vertiefen m\u00f6chte und sich erhofft, mit den erworbenen F\u00e4higkeiten den Leuten in Choma und sich selber Zugang zu kosteng\u00fcnstiger und effektiver Medizin zu verschaffen. Rehema Iddy Maulidi verfolgt \u00e4hnliche Ziele: \u201eWir sind eine reine Frauengruppe und haben bei SAT bereits die Schulungen zum biologischen Landbau gemacht. Die Gesundheit ist uns nicht nur im Zusammenhang mit der Ern\u00e4hrung ein grosses Anliegen. Zurzeit bauen wir in Kenge, einem Dorf etwa 30 km von Morogoro Stadt <a href=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/IMG_2524.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\" wp-image-6992 alignleft\" src=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/IMG_2524-300x225.jpg\" alt=\"IMG_2524\" width=\"322\" height=\"242\" srcset=\"https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/IMG_2524-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/IMG_2524.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 322px) 100vw, 322px\" \/><\/a>entfernt, eine Krankenstation auf. Wir wollen die Dorfgemeinschaft mit einer guten und bezahlbaren medizinischen Versorgung unterst\u00fctzen.\u201c <br \/>Gegenw\u00e4rtig m\u00fcssen die Bewohner von Kenge einen weiten Weg gehen, falls sie ihre gesundheitlichen Probleme nicht mit Hausmitteln l\u00f6sen k\u00f6nnen. Die n\u00e4chste Versorgungsm\u00f6glichkeit ist mehrere Kilometer weit enfernt.<br \/> Insgesamt nehmen vier Frauen und vier M\u00e4nner an diesem Kurs teil. W\u00e4hrend sich die Erwartungen dieser Leute an die Kursinhalte ann\u00e4hernd decken, sind die pers\u00f6nlichen Hintergr\u00fcnde sehr verschieden. Der Kursleiter Dr. Peter Feleshi geht sehr gekonnt mit der Vielfalt im Klassenzimmer um. Dass eine Person nicht lesen und schreiben kann, soll ihr nicht zum Hindernis werden. Ebenso geht der erfahrene Kursleiter geduldig auf die Fragen der Lernenden ein und pflegt einen humorvollen Umgang, wenn es zu Missverst\u00e4ndnissen bei den Kursteilnehmenden kommt. Vor allen Dingen aber lebt Peter Feleshi im Unterricht das vor, was er von einem medizinischen Berater erwartet: Menschliche N\u00e4he und Interesse am Gegen\u00fcber, sowie offene Kommunikation. Letzteres beinhaltet insbesondere, dass erworbenes Wissen geteilt werden soll. Weder den Patienten noch interessierten Berufskollegen soll vorenthalten werden, was ein Heilmittel genau beinhaltet und wie es hergestellt wird.<br \/> Ein bedeutender Teil des f\u00fcnft\u00e4gigen Kurses kommt dann auch der Herstellung von nat\u00fcrlicher Medizin zu.<a href=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/IMG_2876.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\" wp-image-6995 alignright\" src=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/IMG_2876-300x225.jpg\" alt=\"IMG_2876\" width=\"327\" height=\"245\" srcset=\"https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/IMG_2876-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/IMG_2876.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 327px) 100vw, 327px\" \/><\/a> Angefangen bei der richtigen Zubereitung von Tees, \u00fcber das Kochen eines Sudes, die Fertigung von \u00d6len und Salben, bis hin zur Herstellung von Seifen: Alles f\u00fchrt Peter Feleshi mit den Teilnehmenden praktisch durch. Was in den Augen eines Anf\u00e4ngers recht unspektakul\u00e4r erscheinen mag, ist faktisch die L\u00f6sung f\u00fcr die h\u00e4ufigsten ernsthaften medizinischen Probleme \u2013 die Tees aus Heilpflanzen. Damit k\u00f6nnen zum Beispiel Malaria, Cholera, Am\u00f6benruhr, Bilharziose und Harnweginfektionen wirksam behandelt werden. Der Tee aus den Bl\u00e4ttern des Moringa oleifera st\u00e4rkt das Immunsystem eines Menschen so effektiv, dass damit auch HIV-positive Menschen erfolgreich unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnen. Die Vielfalt potenter pflanzlicher Heilmittel ist beeindruckend und die Tatsache, dass ein bedeutender Teil dieser Pflanzen im Umfeld der meisten Leute bereits angebaut wird oder nat\u00fcrlich w\u00e4chst, ist ein nicht zu untersch\u00e4tzender Vorteil.<br \/> \u201eWenn ihr bei der Artemisia annua anamed Anzeichen von Stress bemerkt, solltet ihr sp\u00e4testens mit der Ernte der Bl\u00e4tter beginnen. Bl\u00fcht die Pflanze, verliert sie an medizinischer Wirksamkeit. Auf keinen Fall sollt ihr warten, bis die Pflanze Samen bildet\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Peter Feleshi. Artemisia annua anamed ist n\u00e4mlich eine Kreuzung zweier Artemisia annua Arten aus S\u00fcdostasien. Sie ist h\u00f6chst wirksam bei der Behandlung von Malaria. Aufgrund der Vererbungsgesetze treten in den Nachfolgegenerationen solcher Kreuzungen aber nicht mehr durchweg alle gew\u00fcnschten Eigenschaften auf. Deshalb vermittelt Peter Feleshi den Kursteilnehmenden, wie sie diese besondere Kreuzung weitervermehren k\u00f6nnen, ohne die Samen zu verwenden.<br \/> <a href=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/IMG_2624.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-6994 alignleft\" src=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/IMG_2624-300x152.jpg\" alt=\"IMG_2624\" width=\"427\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/IMG_2624-300x152.jpg 300w, https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/IMG_2624.jpg 593w\" sizes=\"(max-width: 427px) 100vw, 427px\" \/><\/a>Die Bezeichnung anamed im Namen dieser Pflanzenart r\u00fchrt von der gleichnamigen Organisation her. Anamed (Aktion f\u00fcr nat\u00fcrliche Medizin) hat ihren Hauptsitz in Deutschland, ist weltweit t\u00e4tig und f\u00f6rdert eine eigenverantwortliche, selbstbef\u00e4higte, nachhaltige und allen zug\u00e4ngliche Gesundheits- und Nahrungsvorsorge. Das deckt sich gut mit zahlreichen Zielen von SAT. Deshalb wird Dr. Peter Feleshi j\u00e4hrlich als externer Schulungsleiter eingeladen. In diesem Kurs wird deutlich sp\u00fcrbar, dass sich anamed von Wunderheilungen scharf abgrenzt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sorgf\u00e4ltig \u00fcber ihre Kompetenzen unterrichtet. Am letzten Kurstag \u00fcberreicht Peter Feleshi allen Absolventinnen und Absolventen einen Ausweis, der an das Regelwerk von anamed gekn\u00fcpft ist und ausschliesslich zu bestimmten Behandlungen in der medizinischen Grundversorgung bef\u00e4higt. Der Ausweis wird nur beim geregelten Besuch von Wiederholungskursen erneuert. Bei der Behandlung von schweren Krankheiten sind die \u00e4rztliche Kontrolle und \u00dcberwachung der entsprechenden Laborwerte unerl\u00e4sslich.<br \/> \u201eMit diesem Ausweis, euren B\u00fcchern und den Heilmitteln, die wir hier gemeinsam <a href=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/IMG_2760.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-6996 alignright\" src=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/IMG_2760-300x200.jpg\" alt=\"IMG_2760\" width=\"332\" height=\"221\" srcset=\"https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/IMG_2760-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/IMG_2760-272x182.jpg 272w, https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/IMG_2760.jpg 450w\" sizes=\"(max-width: 332px) 100vw, 332px\" \/><\/a>hergestellt haben, geht ihr dann zuerst zu den vorsitzenden Person eures Dorfes, dann zu den Gesundheitsverantwortlichen eures Ortes und schliesslich zur n\u00e4chstgelegenen Krankenstation. Erkl\u00e4rt, worin ihr geschult worden seid, meldet euer Interesse an, mit den medizinischen Fachpersonen zusammenarbeiten zu wollen\u201c, r\u00e4t Peter Feleshi den frischgebackenen Gesundheitsversorgerinnen und -versorgern. \u201eNehmt euch viel Zeit, Erfahrungen in einem Gebiet zu sammeln. Steven k\u00f6nnte sich zum Beispiel auf die begleitende Behandlung von Darmerkrankungen konzentrieren, w\u00e4hrend sich Amina vorerst mal nur der Behandlung von den besprochenen Hautproblemen zuwendet.\u201c<br \/> Sichtlich stolz nehmen Ramadhani, Rehema, Amina, Steven und die \u00fcbrigen vier Teilnehmenden ihre Ausweise entgegen. Die Grundlagen f\u00fcr ihren Wunsch, der Gemeinschaft in gesundheitlichen Belangen zu helfen, sind gelegt. Nun steht die Zeit zum Sammeln erster Praxiserfahrungen bevor. Darauf, das verraten die strahlenden Gesichter der Ausgebildeten, freuen sich alle.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nat\u00fcrliche Medizin &#8211; Medizinische Versorgung in einem anderen Licht\u00a0\u201eMein Name ist Ramadhani Ngoma. Nebst meiner T\u00e4igkeit als Bauer helfe ich in meinem Dorf bei einem Aufforstungsprojekt mit. Dabei habe ich schon einige Baumarten kennen gelernt, von denen man sagt, sie h\u00e4tten einen medizinischen Nutzen\u201c, stellt sich der 30-j\u00e4hrige Bergbauer aus Choma vor. 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