{"id":7285,"date":"2016-04-13T10:26:45","date_gmt":"2016-04-13T08:26:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/?p=7285"},"modified":"2016-04-18T10:19:26","modified_gmt":"2016-04-18T08:19:26","slug":"synthetisch-noch-nie-gehoert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nlo.at\/stage\/synthetisch-noch-nie-gehoert\/","title":{"rendered":"Synthetisch ? Noch nie geh\u00f6rt."},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-7285\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-7285-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-7285-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-7285-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"textwidget\"><p><span class=\"\" style=\"display:block;clear:both;height: 0px;padding-top: 20px;border-top-width:0px;border-bottom-width:0px;\"><\/span><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-7285-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-7285-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-7285-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: justify;\">Dass die Umstellung auf biologische Landwirtschaft nicht immer in erster Linie das Weglassen von synthetischen Spritzmitteln bedeutet, das zeigt uns die Bauerngruppe aus Kenge. Trotzdem hat die Umstellung f\u00fcr sie aber bereits nach einem Jahr so einige Ver\u00e4nderungen mit sich gebracht. Aber alles der Reihe nach. Es stellen sich n\u00e4mlich so einige Fragen, wenn man erf\u00e4hrt, dass auf den Feldern dieser B\u00e4uerinnen und Bauern noch nie synthetische Pflanzenschutzmittel zum Einsatz gekommen sind. Weshalb ist das so? Worin liegt dann noch der Unterschied zur biologischen Landwirtschaft? Diesen und weiteren Fragen sind wir auf die Spur gegangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/K-3.jpg\" rel=\"attachment wp-att-7289\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-7289 size-full\" src=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/K-3.jpg\" alt=\"K-3\" width=\"800\" height=\"329\" srcset=\"https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/K-3.jpg 800w, https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/K-3-300x123.jpg 300w, https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/K-3-768x316.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><br \/>Um zu verstehen, wie die B\u00e4uerinnen und Bauern aus Kenge ihre Felder vor jeglicher Synthetik enthalten haben, kann uns die Lage des Dorfes einen ersten Ansatzpunkt geben: Kenge liegt versteckt, hoch oben in den Uluguru-Bergen. Mit einem motorisierten Fahrzeug hat man keine Chance und auch zu Fuss stellt der Aufstieg eine Herausforderung dar ,die durch die Hitze nur noch verst\u00e4rkt wird. Man muss schon einen ganzen Tag einrechnen, um das Dorf Kenge von Morogoro aus zu erreichen, zuerst mit dem Motorrad \u00fcber unwegsames Gel\u00e4nde, dann zu Fuss den Berg hinauf \u2013 und nat\u00fcrlich das gleiche nochmals auf dem R\u00fcckweg, dann hingegen abw\u00e4rts. Dies mag auch der Grund sein, warum Vertreter von grossen Herbizid-Konzernen dieses Dorf bisher nicht erreicht haben und dessen Felder somit frei von synthetischen Herbiziden und Pestiziden geblieben sind. Auch die relativ hohen Kosten dieser Produkte d\u00fcrften ihren Teil dazu beigetragen haben, dass die B\u00e4uerinnen und Bauern solche Mittel nicht selbst erstanden haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ausbilder von SAT haben allerdings den anstrengenden Aufstieg nicht <a href=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/K-1.jpg\" rel=\"attachment wp-att-7287\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-7287 size-round-personnel-size\" src=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/K-1-400x400.jpg\" alt=\"K-1\" width=\"400\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/K-1-400x400.jpg 400w, https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/K-1-150x150.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>gescheut und die neu formierte Gruppe, bestehend aus 27 Mitgliedern, regelm\u00e4ssig besucht und mit ihnen gemeinsam einen Demonstrationsgarten angelegt. Als zentraler Unterschiede zu ihrem vorherigen System nennen die B\u00e4uerinnen und Bauern dabei insbesondere vier Punkte: \u201eWir haben durch die Kurse bei SAT gelernt, Kompost herzustellen und diesen als nat\u00fcrlichen D\u00fcnger zu verwenden\u201c. Zudem h\u00e4tte sich das Spektrum an angebauten Produkten stark vergr\u00f6ssert: Nicht nur Mais, Bananen und Cassava (Maniok) wachsen nun auf den Feldern, sondern auch zahlreiche gartenwirtschaftliche Erzeugnisse, darunter Chinakohl, Tomaten, Gurken und vieles mehr. Neben der Erweiterung ihrer angebauten Pflanzen, konnten sie auch eine Steigerung des Ertrags feststellen. Zu diesem Erfolg beigetragen h\u00e4tte auch die Integration des \u201eBuffer Zone-Prinzips\u201c. Dabei werden bewusst Teile des Ackerlandes nicht mit Saat bepflanzt. Der Natur wird somit Platz gegeben, sich in ihrer nat\u00fcrlichen Vegetation zu entfalten. Diese Stellen k\u00f6nnen N\u00fctzlings-Populationen beheimaten, die bei der Sch\u00e4dlingskontrolle eine zentrale Rolle einnehmen. \u201eDie Buffer-Zones bieten unseren Feldern zudem Schutz vor Wind- und Wassererosion\u201c erz\u00e4hlt eine B\u00e4uerin. Grund genug f\u00fcr die Gruppe aus Kenge, dieses neue System zu implementieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch den Mehrertrag der Ernte verzeichnete die Gruppe auch eine Steigerung des Einkommens, was durch die h\u00f6heren Preise f\u00fcr biologische Lebensmittel noch verst\u00e4rkt wurde. Was sie damit anstellen wollen, das hat die Gruppe auch bereits entschieden. Wieder bedingt durch die abgelegene Lage des Dorfes, haben sie begonnen, eine Duka la dawa (Apotheke) aufzubauen. \u201eVon der n\u00e4chsten medizinischen Einrichtung ist Kenge zu Fuss n\u00e4mlich stundenweit entfernt und gerade f\u00fcr die \u00e4lteren Bewohner des Dorfes ist der Marsch dorthin eine grosse k\u00f6rperliche Herausforderung\u201c beschreibt eine B\u00e4uerin dieses Problem. Auch erz\u00e4hlen die B\u00e4uerinnen und Bauern, dass sie durch die Umstellung auf biologische Produktion eine Verminderung der vorherrschenden Armut feststellen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie das Beispiel der Gruppe Kenge zeigt, ist biologische Landwirtschaft also nicht nur der Gegenpol zu Synthetik. Sie ist auch Innovation, Mut zur Ver\u00e4nderung und vor allem das Streben nach verbesserten Lebensbedingungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/K-2.jpg\" rel=\"attachment wp-att-7288\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-7288 size-full\" src=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/K-2.jpg\" alt=\"K-2\" width=\"800\" height=\"442\" srcset=\"https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/K-2.jpg 800w, https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/K-2-300x166.jpg 300w, https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/K-2-768x424.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass die Umstellung auf biologische Landwirtschaft nicht immer in erster Linie das Weglassen von synthetischen Spritzmitteln bedeutet, das zeigt uns die Bauerngruppe aus Kenge. 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