{"id":7638,"date":"2017-10-23T09:08:56","date_gmt":"2017-10-23T07:08:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/?p=7638"},"modified":"2017-10-23T09:07:46","modified_gmt":"2017-10-23T07:07:46","slug":"geschichten-vom-tansanischen-bauernhof-jiungeni-gruppe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nlo.at\/stage\/geschichten-vom-tansanischen-bauernhof-jiungeni-gruppe\/","title":{"rendered":"Geschichten vom tansanischen Bauernhof &#8211; Jiungeni Gruppe"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Jiungeni<\/em> bedeutet sich zusammenzuschlie\u00dfen und zusammenzuarbeiten. Die Gruppe hat sich 2015 gegr\u00fcndet und seitdem kooperieren die 18 Mitglieder erfolgreich im \u00f6kologischen Landbau miteinander. Die Gruppe ist zu Hause in Milengwelengwe, einem Dorf am Fu\u00dfe der Uluguru Berge in Morogoro. Die Anbaufl\u00e4che zur Kultivierung von biologischen Gem\u00fcse, die eines der Gruppenmitglieder zur Verf\u00fcgung stellte, misst einen halben Hektar. Daneben besitzen alle Gruppenmitglieder ein eigenes Shamba (Feld), wo sie Blattgem\u00fcse, S\u00fc\u00dfkartoffeln, Auberginen, Okra, Paprika, Gurken, Wassermelonen, K\u00fcrbis, Zuckerrohr, Zitronengras, Zitronen, Orangen, Guave sowie weitere Feldfr\u00fcchte anbauen. Das Gruppengrundst\u00fcck grenzt an den Fluss Msombizi, von wo aus die Gruppe das Wasser zur Bew\u00e4sserung der Fl\u00e4che bezieht und \u00fcber ein Rohrsystem auf den Feldern verteilt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Field-story_4.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-7643 size-full\" src=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Field-story_4.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Field-story_4.jpg 800w, https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Field-story_4-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Field-story_4-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Field-story_4-272x182.jpg 272w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Portrait der Gruppe<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Jiungeni Gruppenmitglieder teilen ihre Leidenschaft f\u00fcr den \u00f6kologischen Landbau gerne mit Besuchern aus der ganzen Welt. Wenn sie nach dem Ziel ihrer Gruppe gefragt werden, erkl\u00e4ren sie, dass sie national und international bekannt werden wollen. In der Region Morogoro hat die Gruppe dies bereits geschafft, weil sie sehr erfolgreich andere Dorfbewohner im \u00f6kologischen Landbau unterrichten und planen, bald eine zweite Gruppe im Dorf zu gr\u00fcnden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben der Verbreitung ihres Wissens strebt die Gruppe an, die Lebensgrundlage ihrer Mitglieder nachhaltig zu verbessern, indem sie ihre Kinder f\u00fcr Bio-Anbau sensibilisieren und die Umwelt sch\u00fctzen. Die nachhaltige Nutzung nat\u00fcrlicher Ressourcen und die Erhaltung der Umwelt ist f\u00fcr die Gruppe von gro\u00dfer Bedeutung. Aus diesem Grund pflanzen viele der Gruppenmitglieder verschiedene Arten von B\u00e4ume in ihre eigenen Felder. Gegenw\u00e4rtig erforscht die Gruppe die Kompostherstellung zu verbessern, indem sie mit verschiedenen Pflanzentypen, wie Bananenbl\u00e4ttern und Gr\u00e4sern experimentiert. In naher Zukunft planen die Gruppenmitglieder in die Vieh- und Gefl\u00fcgelhaltung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als die Gruppe mit der \u00f6kologischen Landwirtschaft begann, erkannten die meisten Dorfbewohner diese Produktionsweise nicht an und bezweifelten, dass sie ohne industrielle Chemikalien effizient sein k\u00f6nnten. Trotz dieser Vorurteile gegen\u00fcber dem Bio-Anbau waren sie nach der ersten eigenen Ernte vom Gegenteil \u00fcberzeugt und von der reichen Ernte an unbehandelten Gem\u00fcse beeindruckt. Heute besuchen h\u00e4ufig viele Bewohner der Nachbard\u00f6rfer die Gruppe, die lernen wollen, wie man biologische Erzeugnisse produziert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Field-story_1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-7640 size-full\" src=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Field-story_1.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Field-story_1.jpg 800w, https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Field-story_1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Field-story_1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Field-story_1-272x182.jpg 272w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Portr\u00e4t von Tondolla Ally Tamimu, 49 Jahre alt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tondolla Ally Tamimu, das 49-j\u00e4hrige Gruppenmitglied, produziert seit 2014 Bio. Auf drei Hektar Land, wachsen S\u00fc\u00dfkartoffeln, Auberginen, Gurken, Okra, Paprika, Wassermelonen, K\u00fcrbis, Zitronengras, Zitronen, Orangen, Guave, Passionsfrucht, Bananen, Ananas und Blattgem\u00fcse. Daneben besitzt er auch eine Baumschule mit angrenzender Waldfl\u00e4che, in der er Bauholz herstellt. F\u00fcr die Zukunft plant Tondolla Ally Tamimu, sich Rinder, Ziegen, Gefl\u00fcgel und Fische zu halten, um seine Einnahmequellen zu diversifizieren und den Anteil an Eiwei\u00df in der Ern\u00e4hrung seiner Familie zu erh\u00f6hen. Au\u00dferdem plant er eine Wasserpumpe f\u00fcr seine eigenen Felder zu kaufen, um die Bew\u00e4sserung der abgelegenen Grundst\u00fccke zu erleichtern. Er betont zudem, wie wichtig die Investition in die Erziehung seiner Kinder ist, um die Lebensgrundlage seiner Familie langfristig zu verbessern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Bio-Bauer zu sein hat viele Vorteile, erkl\u00e4rt er. Dank Kilimo hai (Bio-Anbau) und der damit verbundenen Wegfall der Kosten der Kosten f\u00fcr D\u00fcnger und Spritzmittel gelang es ihm, Ersparnisse f\u00fcr die Zukunft seiner Kinder, seiner Frau und sich selbst anzulegen. Dar\u00fcner hinaus kann er die Gesundheit anderer Menschen, sowie das \u00d6kosystem mit seinen vielen n\u00fctzliche Organismen mit seinem erlangten Wissen sch\u00fctzen und bewahren. Tondolla Ally Tamimu ist in der Region f\u00fcr seinen breiten Wissenschatz bekannt und wurde von SAT in verschiedenen Bereichen rund um die Agrar\u00f6kologie ausgebildet. Als engagierter Verbreiter der biologischen Landwirtschaft will er Menschen st\u00e4rken und Wissen \u00fcber den \u00f6kologischen Landbau verbreiten. Kilimo hai verbesserte nicht nur seine Lebensumst\u00e4nde, sondern brachte ihm auch viele neue Freunde &#8211; das ist es, was wir lieben, Hongera (Gl\u00fcckwunsch)!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Field-story_3.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-7642 size-full\" src=\"http:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Field-story_3.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Field-story_3.jpg 800w, https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Field-story_3-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Field-story_3-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.nlo.at\/stage\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Field-story_3-272x182.jpg 272w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jiungeni bedeutet sich zusammenzuschlie\u00dfen und zusammenzuarbeiten. 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