05
Dez

4. Arbeitskreis für Partizipative Forschung (WPRD)

Sustainable Agriculture Tansania (SAT) unternimmt weitreichende Anstrengungen, um Wissen auf dem Gebiet der Agrarökologie zu produzieren. Um die Praxis von Landwirten und Viehhirten in diesem Bereich zu verbessern, arbeitet SAT mit Bauerngruppen und Universitäten zusammen, um praxisbezogene Forschung zu betreiben.
Auch in diesem Jahr hat SAT in seinem jährlichen Workshop für partizipatives Forschungsdesign (WPRD) Kleinbauern und Forscher zusammengebracht, um gemeinsame landwirtschaftliche Herausforderungen zu diskutieren und Forschungsthemen zu entwickeln, welche versuchen die aufgetretenden Probleme zu lösen.

Der 4. WPRD fand am 02.12.2017 in Zusammenarbeit mit der Sokoine University of Agriculture (SUA) auf dem SUA-Campus statt. Der WRPD bietet jungen Forschern von SUA, Forschungsverantwortlichen, Bio-Bauern und Hirten aus der Region Morogoro die Plattform, sich zu treffen und auszutauschen. In dem Workshop werden Themen, die von Landwirten und Studenten eingebracht wurden und auf deren Bedürfnissen aufbauen, diskutiert. Die Diskussionsergebnisse bilden anschließend die Grundlage für Forschungsvorschlägen, die im Rahmen von praxisorientierten Forschungen durchgeführt werden.

Nach Begrüßungsworten von SAT – Direktorin Janet Maro und dem Organisator der Konferenz, Alex Wostry, sprach Professor Frederick Kahimba, Direktor der Landwirtschaftsakademie von SUA vor mehr als 218 Teilnehmern über die Vorteile des ökologischen Landbaus im Hinblick auf die steigende Nahrungsmittelproduktion für die wachsende Weltbevölkerung. SAT-CEO-Programm Janet Maro stellte anschließend die Organisation SAT mit ihrer Mission und Vision dem Publikum vor.
Der ehemalige Student der Universität Abdul Shango präsentierte seine Forschungsmethoden und -ergebnisse zur Verbesserung der Maisproduktivität unter Verwendung von Qualitätssamen und konservierender Landwirtschaft und beantwortete dabei viele Fragen des interessierten Publikums. Die Forschung ist das Ergebniss von Diskussionen des letztjährigen WPRD Treffens.

Dr. Mwajuba erhielt danach die Möglichkeit, um den Ablauf und die Ziele für das diesjährige WPRD zu präsentieren. Anschließend hielt Dr. Kyaruzi einen Vortrag über das Design und die Vorteile der partizipativen und praxisorientierten Forschung. Bauern und Viehirten aus den Dörfern Kichangani, Lubungo, Amkeni, Menge, Tawa und Mtamba stellten dem Workshopteilnehmern ihre Bedürfnisse und Herausforderungen der praktischen Landwirtschaft vor. Die behandelten Hauptthemen waren Krankheiten bei Rindern, Schädlinge und anderen Pflanzenkrankheiten sowie Marktverbindungen für biologische Produkte. Das engagierte Publikum, moderiert von Herrn Mapunda, stellte viele interessante Fragen, welche von den Farmern aufschlussreich beantwortet wurden.

Nach dem Mittagessen teilten sich Studenten und Landwirte in sieben kleine Gruppen auf, um intensiv über das jeweilige Thema zu diskustieren. Aus diesen Gruppendiskussionen ergaben sich mögliche Lösungsansätze und Forschungsfragen.
Die Studierenden werden nun aufgefordert, Forschungskonzepte einzureichen, die auf den entwickelten Forschungsfragen basieren. Die ausgewählten Studierenden werden bei ihren Forschungen mit einem Forschungsstipendium unterstützt. SAT wird diese relevanten und wertvollen Erkenntnisse weiter in ihr ausgedehntes Netzwerk von über 96 Bauerngruppen mit mehr als 2600 Mitgliedern aufnehmen und entsprechend verbreiten. Forschungszusammenfassungen der 2017 ausgewählten Studenten, die sich mit Bodenmanagement, Mulchen und Samenkeimung befasst haben, wurden während des Jahres auf der SAT Website vorgestellt.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und Unterstützern für diesen produktiven und erfolgreichen Tag.

Bis zum nächsten Jahr.

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